Sport stellt eine Möglichkeit dar, die mangelnde Bewegung aus dem Arbeitsalltag zumindest teilweise zu kompensieren und ist in jedem Fall besser, als sich alternativ auf dem Sofa zu lümmeln.

Dies haben wir bereits in einem Beitrag an dieser Stelle im Januar 2017 thematisiert.

So weit so gut…

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Nun kommt eine neue Studie um das Forscherteam von Daniel Lark von der Vanderbilt Universität in Nashville um die Ecke [1].

An Mäusen wird das Bewegungsverhalten in zwei Laborsituationen untersucht: In der einen Situation steht den Mäusen ein Laufrad zur Verfügung, in der anderen Situation ist dieses Laufrad arretiert. Da sich Mäuse, wie wir Menschen grundsätzlich auch, gerne bewegen, wird das Laufradangebot ausgiebig genutzt. Alle Bewegungen, auch die neben der Laufradnutzung, werden über die gesamten Tage des Untersuchungszeitraumes mittels Infrarotdetektoren aufgezeichnet.

Interessant das Ergebnis: Mäuse, denen das Laufrad nicht bzw. nur arretiert zur Verfügung steht, bewegen sich über den Tag mehr als Mäuse, die das Laufrad nutzen. Denn bei den Laufradnutzern zeigt sich, dass sich diese in den Pausen zwischen den Laufradtrainingseinheiten ausgiebig ausruhen und das Training in Bezug auf den Energieverbrauch mehr als kompensieren.

Das könnte erklären, warum manche Menschen trotz Sport nicht abnehmen!

Denn entscheidend dabei ist immer das Energiemanagement über den gesamten Tag, denn Sport regt möglicherweise nicht nur zu ausgiebigen Pausenzeiten mit Faulenzen an, sondern auch zu ausgiebiger Nahrungsaufnahme mit einer Energieüberkompensation – neben der Belohnung „das habe ich mir nach dem Sport jetzt verdient!“ Wirklich?

Für den Arbeitsalltag heißt das ganz klar: Entscheidend ist die stetige Bewegung als Basis des Energieumsatzes und dann evtl. noch den Sport on Top. Diese stetige Arbeitsalltagsbewegung ist kein Problem, sie hängt jedoch maßgeblich von der Arbeits- und Arbeitsplatzorganisation ab. Die Basis bilden Arbeitsplätze, die mittels höhenverstellbarer Tische oder alternativ nachrüstbaren Stehpulten den einfachen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ermöglichen.

Sie benötigen solche Bewegungsverführer als Grundlage ihrer täglichen Bewegung!

 

Fazit: Sport ist gut und wichtig für viele gesundheitliche Aspekte, wie zahlreiche Studien [u.a. 2] belegen konnten. Sport kann jedoch, so eine aktuelle Studie [1], auch ein Bremser des alltäglichen Bewegungsausmaßes sein. Hier zeigt die stetige, über den Tag verteilte und konsequente Bewegung Vorteile. Dies können Sie problemlos in Ihren Büroalltag integrieren, ohne an Produktivität zu verlieren – ganz im Gegenteil! Der Trick ist die bewegungsverführende Arbeitsplatzorganisation.

 

Bleiben Sie in Bewegung!

Ihr officeplus-Team

 

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Quellen

[1] Lark, D.S. et al (2018) Reduced Nonexercise Activity Attenuates Negative Energy Balance in Mice Engaged in Voluntary Exercise. In: Diabetes 67 (5), 831-840.

[2] Higgins, J.P.; Higgins, C.L. (2016) Prescribing exercise to help your patients lose weight. In: Cleveland Clinic Journal of Medicine 83 (2), 141-150.